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Wasserspeier
sind in der Realität räumlich fern. Ihre Adaptionen
in diesem Buch jedoch nähern sich dem Betrachter. Die Besonderheit
der Skulpturen, ihr Ursprung und ihre Entwicklung von der Antike
bis zur Gegenwart werden in einem kurzen historischen Abriss vorgestellt.
Der Funktionswandel vom bloßen Schutz eines Baukörpers
zum luxuriösen dekorativen Element wird ebenso erkennbar
wie die soziale Funktion bildhauerischer Rituale.
Der
Schuber als "Gefäß" des bildhaften Geschehens
zeigt farbig den Wirkungsort der Wasserspeier, also den Raum zwischen
Himmel und Erde. Die Covergestaltung verweist auf Regen als Himmelswasser.
Blau, die Farbe der Luft und der Weite wird zum Bild- und Textträger.
Interpretationen der Figuren in Kurztexten begleiten die Collagen.
Diese befinden sich in wechselnder Position. Ihre Farbigkeit entspricht
den lokalen Werten. Der Ausdruck der Figuren ist in Korpus und
Physiognomie ambivalent, oszillierend zwischen Bosheit und Skurrilität.
Frei in den Raum ragend, akzentuiert von Schnittlinien, implizieren
sie Dynamik und Expressivität.
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